
Digitale Gesundheitsanwendung
1,36 Mio Euro für Forschungsprojekt: Virtuelle Realität soll Kinder aus sozialer Angststörung helfen
Für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren entwickelt und evaluiert das Forschungsteam des Projekts VISAKI ein interaktives System: Die Plattform nutzt Virtuelle Realität (VR) und unterstützt die Kinder in einer sicheren Umgebung mithilfe von spielerischen Elementen und immersiven Erfahrungen dabei, ihre sozialen Fähigkeiten in verschiedenen Szenarien zu üben.
Die Forschenden kreieren dazu interaktive Gamification-Elemente, komplexe Interaktionsmöglichkeiten und therapeutische Szenarien. In Multi-User-Sitzungen können sich mehrere Nutzende gegenseitig unterstützen. Dargestellt durch Avatare erleben die Kinder in diesen virtuellen Gruppeninteraktionen das Gefühl von Gemeinschaft und verbessern ihre sozialen Kompetenzen. VR ermöglicht intensivere und häufigere Anwendungen der erlernten Techniken. Das System überbrückt zudem Therapiepausen und erhöht die Wirksamkeit der Behandlung.

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Kinder, die unter einer sozialen Angststörung leiden, sind in ihrem schulischen und sozialen Leben stark beeinträchtigt. Die Angst führt zu sozialem Rückzug, Einsamkeit und weiteren psychischen Problemen im Erwachsenenalter. Ohne frühzeitige Behandlung bleiben die Störungen meist bestehen. Das hat oftmals negative Auswirkungen auf Bildung und gesellschaftliche Teil-habe der Betroffenen.
Die Technologie lässt sich in Kliniken und Schulen anwenden. Die Projektergebnisse könnten zur Neugestaltung der Therapie sozialer Angststörungen beitragen und auf weitere psychische Angststörungen und Altersgruppen erweitert werden.
Partner: Bezirk Niederbayern - Bezirkskrankenhaus Landshut, YOUSE GmbH, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität - Universitätsklinikum Bonn - Klinik und Poliklinik für Epileptologie
Digitalagentur: Solid White